Bewerbungstipps
Du musst keine perfekte Bewerbung abliefern oder Vorwissen haben, um in der Eingliederungshilfe zu starten. Viel wichtiger ist, dass man merkt, warum du diesen Weg gehen willst und dass du Interesse an der Arbeit mit Menschen hast.
Schreib konkret, was dich an der Arbeit interessiert. Hast du ein Praktikum gemacht? Oder einfach gemerkt, dass dir der Umgang mit Menschen liegt? Möchtest du ein Teil davon sein, Menschen mit Behinderung ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen? Erzähle von deiner persönlichen Motivation im Anschreiben und im Bewerbungsgespräch.
Auch kleine Erfahrungen, die nicht direkt etwas mit der Eingliederungshilfe zu tun haben müssen, zählen, wie z. B.:
- ein Nebenjob, bei dem du gemerkt hast, dass dir der Umgang mit Menschen Spaß macht.
- ein Praktikum, bei dem du gesehen hast, dass du geduldig und einfühlsam bist.
- ein Ehrenamt, bei dem du Freude daran hattest, andere zu unterstützen
- oder auch private Situationen, in denen du Verantwortung übernommen hast.
Das sagt mehr über dich aus als deine Schulnoten.
Du musst kein perfektes Bewerbungsschreiben abgeben. Wichtig ist, dass dein Anschreiben zu dir passt, deine Motivation ehrlich ausdrückt und klar und verständlich ist.
Und wenn du glaubst, dass du persönlich mehr überzeugen kannst, dann ruf die Einrichtung, die du dir ausgesucht hast, ruhig erst einmal an und frage nach, was du abgeben sollst. Dann habt ihr schon ein Gefühl füreinander.
Schreib, wie du im Umgang mit anderen bist: geduldig, zuverlässig, offen. Das ist für Einrichtungen oft wichtiger als Schulnoten.
Und wenn du dir dabei unsicher bist, dann frag Menschen, die dich gut kennen und bitte sie, zu beschreiben, wie du auf andere wirkst.
Viele Einrichtungen suchen Mitarbeitende und geben auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern sehr gerne eine Chance. Ruf doch einfach mal an, lass dich beraten und schau, ob ihr zusammen passt. Und wenn alles stimmt, frag nach, ob du mal vorbeikommen kannst.