Wege in die Ausbildung finden
Hier kannst du ganz leicht herausfinden, ob du schon alle Voraussetzungen erfüllst, um eine Ausbildung zu beginnen. Beantworte einfach ein paar Fragen durch Anklicken der Antwortmöglichkeiten.
Dein Weg in die Heilerziehungspflege
Um herauszufinden welcher Weg in die Eingliederungshilfe für dich in Frage kommt, ist zunächst einmal wichtig, deine Vorkenntnisse mit den Voraussetzungen abzugleichen. Also:
Welchen Schulabschluss hast du?
Hast du mindestens 200 Stunden Berufserfahrung durch ein Praktikum oder FSJ im sozialen Bereich?
Hier kommen alle Erfahrungen zusammen, die du in sozialen Einrichtungen gesammelt hast: ein Praktikum in den Sommerferien, drei Monate FSJ oder ähnliches.
Und hier zählt alles, was mit dem “Kümmern um Menschen” zu tun hat: Pflegestationen, Altenheime, Kindergärten und vieles mehr.
Du brauchst noch praktische Erfahrung.
Zusätzlich zum Abitur wird ein Praktikum oder ein FSJ von mindestens 200 Stunden im sozialen Bereich verlangt, damit du in die Ausbildung starten kannst. Das geht z. B. in Wohnheimen, Werkstätten, Kitas oder bei ambulanten Diensten.
Anbieter findest du übrigens in unserem Hessenverzeichnis.
Erfüllst du mindestens eine dieser Voraussetzungen?
- Abschluss als Sozialassistenz
- Abschluss des Heilerziehungspflegerischen Einführungsjahres (HEJ) oder des Sozialpädagogischen Einführungsjahres (SEJ)
- Abschluss einer mindestens 2-jährige Berufsausbildung plus 200 Stunden Tätigkeit im sozialen Bereich (z.B. Praktikum oder FSJ).
- Berufstätigkeit von mindestens zwei Jahren im sozialen Bereich
- Familienphase: oder hast du mindestens vier Jahre einen Mehrpersonenhaushalt geführt (z. B. eigene Kinder oder Pflege von Verwandten)?
Dein Weg in die Eingliederungshilfe:
Wenn du neben deinem Realschulabschluss noch über keine beruflichen Erfahrungen verfügst, dann kommt am ehesten eine Ausbildung Sozialassistenz für dich in Frage.
Die Ausbildung dauert zwei Jahre und ist rein schulisch (mit Praxis-Phasen).
Die Sozialassistenz ist übrigens ein echter „Allrounder“-Einstieg. Du erwirbst Basiswissen in Pädagogik und Pflege, das du später in der Eingliederungshilfe, aber auch in Kitas oder Seniorenheimen einsetzen kannst. Sie dient oft als staatlich anerkannte „Sprungbrett-Ausbildung“ für weiterführende Qualifikationen. Fachschulen für Sozialassistenz in Hessen findest du über unser Hessenverzeichnis.
Hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung?
Hier ist es erstmal unwichtig, welche Berufsausbildung du hast.
Übrigens werden in der Eingliederungshilfe auch immer wieder Menschen mit anderen Berufsausbildungen gesucht: Handwerkerinnen und Handwerker zum Beispiel, die in Werkstätten unterstützen, Köchinnen und Köche, die in Einrichtungen mit den Nutzenden zusammen kochen und vieles mehr!
Hier kannst du eventuell direkt anfangen und entsprechende Weiterbildungen bekommen. Such dir am besten in unserem Hessenverzeichnis eine Einrichtung aus, die dir gefällt und frag mal nach, welche Möglichkeiten du hast.
Dein Weg in die Eingliederungshilfe:
Mit einem Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung hast du zwei Möglichkeiten:
Viele Einrichtungen suchen auch Menschen aus ganz anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Handwerk. Dann bekommst du entsprechende Weiterbildungen.
Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du in Hessen aber auch deinen Hauptschulabschluss und eine Berufsausbildung zu einen Realschulabschluss aufwerten lassen.
Starte das Tool am besten noch einmal und klicke diesmal “Mittlerer Schulabschluss/Realschulabschluss” an. Dann siehst du, welche Möglichkeiten du hast.
Lass dich beraten!
Momentan ist es noch schwierig, mit einem Hauptschulabschluss ohne Vorkenntnisse in der Eingliederungshilfe eine Ausbildung zu beginnen.
Es gibt aber ein paar Möglichkeiten. Am besten du suchst dir in unserem Hessenverzeichnis eine Schule in deiner Nähe heraus und rufst dort an oder schreibst eine Mail. Die beraten dich sehr gerne!
Lass dich beraten!
Ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung derzeit nur unter strengen Bedingungen möglich. Es gibt hier z.B. die sogenannte “Nichtschülerprüfung”. Bitte lass dich dazu von einer Schule (findest du über unser Hessenverzeichnis) beraten.
In unserem Hessenverzeichnis findest du auch Einrichtungen, die dich gerne beraten, wie du auch ohne Schulabschluss schon wertvolle Erfahrungen in der Eingliederungshilfe sammeln kannst.
Glückwunsch!
Du hast die Voraussetzungen für eine Ausbildung in der Eingliederungshilfe erfüllt! Toll!
Sei bitte darauf vorbereitet, dass dein zukünftiger Arbeitgeber wahrscheinlich noch folgende Unterlagen von dir benötigt:
- Ärztliches Attest über Berufseignung
- Masern-Impfnachweis (Immunität)
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
- Erste-Hilfe-Kurs (9 UE) - manchmal auch im Rahmen der Ausbildung möglich
Deutsch B2 (bei ausländischen Abschlüssen)
Es gibt zwei Ausbildungswege:
Dein Weg zur Praxisintegrierten Ausbildung / PivA
Die Praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA) dauert in der Regel drei Jahre. Hier bist du einen Teil der Woche in der Schule und die anderen Tage direkt in einer Einrichtung tätig und sammelst dort praktische Erfahrungen. Daneben gibt es noch einen weiteren Vorteil: Du verdienst von Anfang an dein eigenes Gehalt.
Darüber hinaus kann diese Ausbildung unter bestimmten Voraussetzung gefördert werden. Wie? Erfährst du auf dieser Website.
Dein Weg zur vollzeitschulischen Ausbildung
Viele möchten erst einmal die Theorie lernen und ein Wissens-Fundament legen, bevor sie in einer Einrichtung tätig sind. Dann ist die vollzeitschulische Ausbildung das richtige für dich!
Hier lernst du erstmal zwei Jahre die Theorie in der Schule und machst anschließend dein Anerkennungsjahr in einer Einrichtung.
Dieser Weg kann eventuell finanziell gefördert werden. Wie das geht, sagen wir dir auch auf der Website.
Dein Abschluss & Karrieremöglichkeiten
Mit einem Abschluss als staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin oder staatlich anerkanntem Heilerziehungspfleger stehen die viele Türen offen!
Du kannst in Wohnheimen, Werkstätten, Kitas (als päd. Fachkraft), Psychiatrischen Kliniken, Tagesstätten, Schulen und vielen weiteren Angeboten und Einrichtungen arbeiten - je nachdem was am besten zu dir passt.
Und natürlich kannst du dich weiterbilden und deine Karriere weiter vorantreiben, z.B. einen Fachwirt im Sozialwesen machen oder eine Leitungsposition übernehmen.