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Rollstuhlfahrerin bei der Kunsttherapie mit Fingerfarben und einer jungen Begleiterin.

Ausbildung

Es gibt nicht nur den EINEN Ausbildungsweg in die Eingliederungshilfe, sondern verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, was zu dir passt. Häufig führt der Weg über eine Ausbildung zur Sozialassistenz oder der Heilerziehungspflege - aber auch eine Ausbildung in der Pflege, zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder in der Hauswirtschaftslehre können in Frage kommen.

Und über einen Quereinstieg gibt es Möglichkeiten mit fachfremden Ausbildungsberufen in der Eingliederungshilfe zu starten.

Die klassischen Ausbildungsberufe sind:

Sozialassistenz

Die Sozialassistenz ist ein „Allrounder“-Beruf. Du erwirbst Basiswissen in Pädagogik und Pflege, das du später in der Eingliederungshilfe, aber auch in Kindergärten oder Seniorenheimen einsetzen kannst. Sie dient oft als staatlich anerkannte „Sprungbrett-Ausbildung“ für weiterführende Qualifikationen.

Voraussetzungen:
Realschulabschluss 

Dauer:
2 Jahre

Ablauf:
in der Regel Vollzeit an einer Fachschule

Start:
August/September

Vergütung:
Vollzeit meist unvergütet (Aber: Möglichkeiten der Förderung)

Geeignet für:
Besonders interessant für Schulabgängerinnen und Schulabgänger als erstes Sprungbrett

Heilerziehungspflege (HEP)

Als Fachkraft für Inklusion arbeitest du auf Augenhöhe mit anderen Therapeutinnen und Therapeuten und planst die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aktiv mit. Diese Ausbildung ist das höchste Qualifikationsniveau in der Eingliederungshilfe und vergleichbar mit einem Bachelor-Abschluss.

Voraussetzungen:
Mittlerer Abschluss + Sozialassistenz oder Abitur/Fachhochschulreife + Praktikum (ca. 800 Std.)

Ablauf:
Vollzeitschulisch mit Praxisphasen oder 
praxisintegrierte, vergütete Ausbildung (PivA)

Dauer:
3 Jahre

Start:
August/September

Vergütung:
PivA ca. 1.340 € bis 1.500 € / Vollzeitform im 3. Jahr ca. 1.800 €

Geeignet für:
Besonders interessant für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit Abitur, als nächsten Karriereschritt nach der Ausbildung Sozialassistenz und für Menschen, die eine Leitungsposition anstreben und Karriere im sozialen Bereich machen wollen

Gemeinsame Arbeit in der Wäscherei: Ein Mann und eine Frau falten Textilien im barrierefreien Alltag.

Welche Ausbildung für dich am besten geeignet ist, hängt zum einen von deinen Vorkenntnissen ab und welche Voraussetzungen, wie Schulabschluss oder Praktikum, du schon erfüllst. Unser einfaches Tool hilft dir dabei. Danach erfährst du, welcher Weg für dich am passendsten ist. 

Auch deine Interessen und Talenten spielen eine Rolle. Mach unseren kleinen Test, um zu sehen, ob die Eingliederungshilfe zu dir passt.

Es gibt zwei unterschiedliche Formen der Ausbildung: vollzeitschulisch oder praxisintegriert, vergütet (PivA).

In der vollzeitschulischen Ausbildung bist du die ersten zwei Jahre an einer Fachschule und lernst die Theorie. In dieser Phase kannst du dich eventuell finanziell unterstützen lassen. Dann folgt meistens ein Anerkennungsjahr in einer Einrichtungen, das dann auch bezahlt wird. 

In der praxisintegrierten, vergüteten Form (PivA) arbeitest du von Anfang an einige Tage in einer Einrichtung und gehst an anderen Tagen zur Schule. Hier bekommst du von Beginn an für die Tage in der Einrichtung auch ein Gehalt.

Der Arbeitsalltag kann sehr unterschiedlich sein: In einer Wohneinrichtung begleitest du eher den Alltag, in einer Werkstatt unterstützt du bei Arbeitsabläufen, in ambulanten Angeboten bist du viel unterwegs. Wenn du einen Träger wählst, der ein breites Angebot hat, kannst du vielleicht auch in unterschiedliche Bereiche reinschnuppern.

Und in der Fachschule lernst du die theoretischen Grundlagen, die du für den Beruf brauchst: von rechtlichen, pflegerischen und psychologischen Grundlagen über Tools für die Kommunikationsunterstützung bis hin zu Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und noch vieles mehr!

Du kannst dich direkt bei Einrichtungen oder Trägern bewerben - am besten rufst du an oder schreibst eine Mail. In unserem Hessenverzeichnis  kannst du ganz einfach herausfinden, wer welche Ausbildungen anbietet und nach deinem Wunschort suchen. Hier haben wir noch ein paar hilfreiche Tipps für den Bewerbungsprozess für dich.

Die Einrichtungen vor Ort, die Berufsschulen und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit helfen dir sehr gerne dabei, den passenden Einstieg für dich zu finden und beantworten deine Fragen.

Du kannst auch das Kontaktformular auf unserer Website ausfüllen und wir melden uns bei dir.

Mach auch du es machbar!

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